about innocent
Bandgeschichte
Hoffnung, Friede, Freude, Harmonie und Glaube

2004

 

Wie schon erwähnt, waren wir nach dem Gig im „Schutzhaus zur Zukunft“ hochmotiviert und schmiedeten schon eifrig Pläne über weitere Auftritte. Wir überlegten uns neue Arrangements und Änderungen im Programm, Passagen und Übergänge wurden überarbeitet, wir freuten uns auf das Zusammenwachsen als „Live- Band“!

Doch nachdem unser Traum wie eine Seifenblase platzte, mussten wir uns neue Ziele setzen. Wir spielten vorerst ein paar halbherzige Proben ohne Drummer, wobei entweder Norbert oder ich den Part des Schlagzeugers übernahmen. Es entstanden in der Zeit einige sehr interessante Nummern wie zum Beispiel „Join the Bass!“ (Arbeitstitel: Bass Gschichtl) oder „Fish in the ocean“. Es ist geil, wenn Norbert Schlagzeug spielt, aber es fehlt halt dann doch sein Harmoniegesang.

 

Wenn ich hinterm Schlagzeug sitz, taugt es mir immer am meisten mit Eva an den Pecussions zu grooven, wenn wir`s uns so richtig geben und die Säue rauslassen! Aber den Innocent Sound macht halt auch meine Gitarre aus, da lassen wir lieber die Maschine spielen und behalten unseren Sound! JAWOLL.

Live Auftritte kamen also nicht in Frage. Darum ab in den Untergrund und die Kreativität in CD Produktionen fließen lassen.

 

Wir hatten zeit unseres Daseins immer viel Energie und Hoffnung in unsere unendliche Suche nach dem perfekten Drummer gesteckt. Dies sollte ab nun ein Ende haben. Sollte es in dieser Welt unseren Drummer geben, würde er uns schon finden. Wir haben ab nun wichtigeres zu tun:

 

MUSIK!

 

Und wir stehn auf unsere Musik! Also warum nicht aufnehmen?

 

So kamen wir zu einer für mich perfekten Lösung: Ich spiele Bass bei der Metal Band „Black Winter Sun“ (www.blackwintersun.tk), das absolute Gegenstück zu Innocent. Bei „Black Winter Sun“ machen wir geile, abgefahrene und monströs laute Live Musik. Innocent ist da mehr die Abteilung der stillen Töne, Nachrichten, die die Ewigkeit überdauern sollen. „Black Winter Sun“ ist jetzt und direkt, Innocent ist weich und schön. Und ich kann beides haben! Mit „Black Winter Sun“ geige ich live im Waldviertel und mit Innocent nehm ich Töne auseinander und spiel mit der Spannung auf ganz andere Weise! Bin ich nicht ein Glückskind?


Hope


Innocent bezieht die Qualität aus dem langjährigen Zusammensein und dem Versuch, immer Neues zu probieren. Und nun beschlossen wir einen vollkommen neuen Weg zu gehen. Wir produzieren ein Album mit den besten alten, aktuellen und zukünftigen Innocent Songs. Um das Ganze nicht in Arbeit ausarten zu lassen und kleine Erfolgserlebnisse zu haben und die Freude nicht zu verlieren, beschlossen wir die Riesentorte in kleinere Kuchenstücke zu teilen. Die kleinen Kuchenstücke sind halbjährlich erscheinende Maxi CDs mit einem bestimmten Thema und einer bestimmten Farbe.

 

Ja, ja so haben wir uns das vorgestellt. Auf jeden Fall lässt sich nach Fertigstellung der ersten beiden Kapitel sagen, dass es sehr wohl in Arbeit ausartet. Aber Arbeit die Spaß macht, Arbeit die stolz macht. Willy und ich verbringen Wochen in seiner Wohnung bei Kaffee und Tabak und tüfteln stundenlang, um das Optimum herauszuholen.

Doch nun zum ersten Kapitel unserer CD Serie:

 

Pre album chapter 1: HOPE ist ein Sammelsurium aus dem Innocent Fundus.

„Red Button“ ist ein Innocent Song der ersten Stunde, eine wunderschöne Ballade, ein Lied, in dem Norbert immer wieder vollkommen aufgeht. Für mich der perfekte Opener zum Thema Hoffnung.

Bei der zweiten Nummer, „Venus and Mars“, scheiden sich schon mal die Geister. Für die einen der beste Song auf der CD, für die anderen mehr die Abteilung „ich will, aber ich kann nicht“. Ich kann nach wie vor voll hinter der Nummer stehen, ich muss aber zugeben, dass ich mit meinem Schlagzeugspiel zeitweise die Schönheit aus dem Song genommen habe.

„On these Days“ ist ein cooler Funk Rocksong von Willy, dem aber auch die Rhythmus Sektion etwas den Wind aus den Segeln nimmt.

Anders bei „Run away“. Dort programmierten wir die Drums und alles passte plötzlich wie von selbst. Der Sound war klar und koordiniert mit einem mitreißenden Refrain.

Mit „Pride of Creation“, einer Rock Hymne wollten wir die HOPE bombastisch enden lassen, doch auch hier zerstören die Drums das gewollte Feeling und wir gehen eher bombastisch unter.

Wie man sieht war das Ergebnis der HOPE eine Berg und Talfahrt, wir versuchten die unterschiedlichsten Songs mit unterschiedlichen Mitteln unter einen Hut zu bringen und scheiterten für mein Empfinden. Willy und ich kämpften sehr mit den Unzulänglichkeiten der Qualität der Aufnahmen. Die Instrumente waren teilweise unsauber eingespielt, aber vor allem der Sound des Live Schlagzeugs entsprach nicht unseren Vorstellungen. Wir wollen Art Pop machen, das war aber mehr Art als Pop! Doch schon zur Produktion der zweiten CD sollte sich das Blatt wenden. Wir wussten bzw. wir hörten, dass die Songs mit programmierten Drums viel sauberer klangen, unseren Vorstellungen entsprachen und auch neue Möglichkeiten eröffneten. Songs wie „Red Button“ oder „Run away“ klangen nach Innocent, diese Songs atmeten und hatten Raum.

 

Trotzdem: wir hatten die erste CD fertiggestellt mit allen Höhen und Tiefen, Willy färbelte die Homepage grün an, heiratete nebenbei sein Cubase Programm, bekam bald ein Kind in Form eines weiteren Monitors und stürzte sich mit uns in das nächste Abenteuer...


Peace


Wir hatten also (hoffentlich) aus unseren Fehlern gelernt und begaben uns in die friedlichen Gefilde. Bei PEACE wurden alle Drums programmiert und schon beim Einspielen der einzelnen Instrumente hörte man einen merkbaren Unterschied. Wir hatten alle dazu gelernt und spielten auf anderem Niveau. Wir ließen uns aber auch vom Groove der Maschine mitreißen.

 

Als Opener auf PEACE finden wir „Time to Find“, das Lied, das wir gemeinsam nach dem Abgang von Andi geschrieben haben. Auch wenn Eva das nicht lesen möchte, ich finde ihre Stimme, diese Mischung aus „Rap und Rauchig“ bei diesem Song extrem leiwand. Im ersten Steinchen des PEACE Mosaiks geht es um die Suche nach inneren Frieden.

Der Text von „Carry the light“, dem zweiten Lied auf PEACE, stammt aus der Feder von Eva, die diesen wunderbaren, engelhaften Text für Sabine schrieb, als sie nach Amerika ging. Die Botschaft steckt im Titel und jeder sollte sich dieses Lied unvoreingenommen anhören, denn diese Botschaft geht uns alle an!

„Eden“ ist ein sehr persönliches Lied, das Eva und mich verbindet. Der Song war von mir als „Space Duett“ geplant und kommt meinen Vorstellungen sehr nahe. Das merke ich daran, dass mir immer wieder die Tränen kommen, wenn ich ihn höre, auch wenn er eine permanente Gradwanderung zwischen Kitsch und großen wahrhaftigen Gefühlen darstellt.

Und dann haben wir da noch „Charon“. „Charon“ ist mir eine Herzensangelegenheit. Die meisten Melodien stammen von mir, kleine Gitarrenstücke, die wir noch in Willys Dachwohnung arrangierten. Irgendwann kamen wir darauf, dass einige dieser Themen hervorragend zusammen passen und so wurden die Songfragmente ständiger Überarbeitung unterworfen. Norbert steuerte seine prägnante Rhythmusgitarrenmelodie bei und auch Willy kam mit neuen Ideen. Gerhard wusste immer genau, wie und wann wir welchen Wechsel spielen sollten und wie man die einzelnen Passagen optimierte.

Ich dachte immer, dass dieses Werk, das ständig wuchs, unmöglich umzusetzen sei, im Nachhinein taten wir uns aber gerade bei diesem Stück am leichtesten. Trotz Überlänge von mehr als 9 Minuten 30!

So hatten wir also die PEACE fertig gestellt und waren nach dem ernüchternden Ergebnis der HOPE sehr stolz. Willy warf die Homepage in den blauen Farbkübel und schon wurden Pläne für das nächste Kapitel gemacht...


Darf ich vorstellen : werdender Schlagzeuger

Ungefähr bei der Hälfte der Arbeiten zu PEACE stieß Robert Schnöller zu uns. Robert ist ein Freund von Willy und spielt schon lange und sehr gut Gitarre. Nun will er Schlagzeug spielen lernen und als Musiker bringt er da natürlich alle Voraussetzungen mit. Er nimmt Unterricht und ist seit ein paar Monaten auch bei allen Proben dabei. Wir spielen mit ihm einmal diesen, einmal jenen Song quer durchs Gemüse des Innocent Liederguts. Es tut unheimlich gut, die Dynamik eines echten Live Schlagzeugs hinter, unter und in sich zu spüren. Ich traue mich sogar zu sagen, dass Robert sehr gut zu uns passt . Ich habe das Gefühl, dass er Musik ähnlich wie wir auffasst, er entwickelt sich von Probe zu Probe, er hört sich auf unseren Stil ein, und bei manchen Nummern knistert es schon. Nur leider nicht die JOY Songs. Diese Songs verlangen ein kompromissloses, druckvolles und speediges Schlagzeug, die schwerste Übung für jeden Drummer. Darum werden wir auf JOY eine Kombination aus Live Drums und programmierten Drums wagen, wobei wir sowieso der Auffassung sind, dass dies die perfekte Kombination ist. Man muss zwar genauer spielen und darf nie den Blick für das Gesamte verlieren, andererseits eröffnet es aber neue und herrlichste Möglichkeiten.

 

Wir freuen uns schon sehr auf die Arbeit der JOY, da wir nach den ruhigeren, besinnlichen Liedern auf der PEACE jetzt unserer Lebensfreude kundtun können, wir werden sicher eine Menge Spaß haben...






zuletzt aktualisiert:  13:49 22/05 2007